Einen echten Meilenstein in der Dithmarscher Abfallwirtschaft bildet der 3.140 Quadratmeter umfassende Hof in der Straße Am Bauhof 26. Dieser ersetzt nun den früheren, zu klein gewordenen Standort, der nur etwa halb so groß war und keine Erweiterungsmöglichkeiten bot. Gleich zu Jahresbeginn, am 5. Januar, wurde planmäßig die Eröffnung gefeiert.
Bauphase und Baukosten
Rund neun Monate dauerte der Bau des neuen modernen Recyclinghofes, für den die AWD insgesamt 2,2 Millionen Euro in die Hand genommen hat. Darin enthalten sind neben dem Bau inklusive des Grundstückspreises auch die Anschluss- sowie verschiedene Nebenkosten wie etwa für die Beschilderung. Die AWD hatte mit dem Planungsbüro BN Umwelt aus Breitenfelde und der STRABAG aus Lunden die passenden regionalen Partner gefunden, um das zukunftsweisende Projekt umzusetzen.
„Das gemeinsame Verständnis für die abfallwirtschaftlichen Anforderungen der heutigen Zeit führt im Ergebnis zu einem Quantensprung vom alten zum neuen Recyclinghof“, sagte AWD-Geschäftsführer Dirk Sopha. „Neben den fachlichen Herausforderungen werden auch Kundenorientierung und Wertschätzung des im Betrieb eingesetzten Personals unmittelbar sicht- und spürbar.“ Landrat Thorben Schütt bedankte sich während der Eröffnung nicht nur bei allen beteiligten Unternehmen, sondern auch bei allen Vertretern der Gemeinde Büsum und den verschiedenen Ausschüssen des Kreises sowie dem Aufsichtsrat der AWD: „Sie alle haben dazu beigetragen, dieses Vorzeigeprojekt einer modernen Kreislaufwirtschaft zu realisieren. Bei der Investitionsentscheidung wurden Aspekte wie Abfallvermeidung, Wiederverwendung und Ressourcenschutz berücksichtigt und gleichzeitig personal- und kundenfreundliche Rahmenbedingungen geschaffen.“

Ein verbessertes Angebot
Der neue Recyclinghof befindet sich nur 350 Meter vom ehemaligen Gelände entfernt. Er bietet genügend Platz für einen modernen Büro- und Sozialcontainer sowie eine barrierefreie Toilette, die auch den Kunden zur Verfügung steht. Neu auf dem Gelände ist auch eine Annahmestelle für gebrauchte und funktionsfähige Gegenstände. Diese werden im Rahmen des Projekts „Zu gut für den Müll“ gesammelt und später in den Kaufhäusern der hoelp einer Wiederverwendung zugeführt. Dem Thema Nachhaltigkeit gerecht wird außerdem die eigene Nutzung des mit Photovoltaik-Modulen erzeugten Stroms.
Sperrmüll und Grünabfall können künftig ganz bequem ebenerdig in drei Schüttboxen entladen werden. Durch ein Einbahnstraßensystem ist für die Verkehrssicherheit gesorgt. Der Kunde kann bei Interesse Abfallsäcke und Vorsortierbehältnisse käuflich erwerben, geplant ist der Verkauf von Kompostprodukten.
Auch bei Büsums Bürgermeister Oliver Kumbartzky ist die Freude groß. „Mit der zunehmenden Zahl an Einwohnern und Vermietungen trägt die AWD mit dem Neubau dazu bei, der wachsenden Nachfrage gerecht zu werden“, begrüßte er die Weiterentwicklung der abfallwirtschaftlichen Tätigkeiten in der Gemeinde. Immerhin nutzen mittlerweile mehr als 10.000 Kunden pro Jahr das regionale Angebot.
Erweiterte Öffnungszeiten
Die Öffnungszeiten werden kundenfreundlich ganzjährig auf drei Tage erweitert. Der Hof hat montags und mittwochs von 13:00 bis 17:00 Uhr geöffnet, sonnabends von 9:00 bis 13:00 Uhr. Die von vielen Kunden nachgefragte monatliche Schadstoffsammlung bleibt erhalten. Der nächste Annahmetermin für Schadstoffe findet am 7. Februar von 9:00 bis 13:00 Uhr statt.
Beitrag von Andrea Hanssen. Fotos: AWD