Die Freiwillige Feuerwehr Heide-Stadt hat ein neues Löschgruppenfahrzeug in Dienst gestellt. Das moderne LF 20 ersetzt ein mehr als 20 Jahre altes Einsatzfahrzeug und wird künftig vor allem bei Bränden als erstes Fahrzeug ausrücken.
Bei einem Pressetermin stellte die Freiwillige Feuerwehr Heide-Stadt ihr neues Löschgruppenfahrzeug offiziell vor. Mit dabei waren unter anderem Bürgermeister Oliver Schmidt-Gutzat, Vertreterinnen und Vertreter der Heider Kommunalpolitik und Mitarbeitende des zuständigen Fachdienstes. Das neue LF 20 tritt die Nachfolge eines LF 16/12 an, das nach 21 Jahren aus dem aktiven Einsatzdienst der Heider Feuerwehr ausscheidet. Ausgemustert wird der Vorgänger allerdings nicht: Das Fahrzeug soll an die Freiwillige Feuerwehr Witzeeze im Kreis Herzogtum Lauenburg übergeben werden und dort weiter zum Einsatz kommen.

Gefertigt wurde das neue Löschfahrzeug vom Hersteller WISS auf einem MAN-Fahrgestell. Nach der Überführung von Herbolzheim nach Heide Ende Juli folgten zunächst intensive Einweisungen und Schulungen für die Einsatzkräfte. Inzwischen ist das Fahrzeug regulär im Einsatzdienst und rückt bei Feuermeldungen im Stadtgebiet sowie bei überörtlicher Löschhilfe als erstes Fahrzeug aus.
Ausstattung auf die Einsatztaktik abgestimmt
Bei der Konzeption wurde besonderer Wert darauf gelegt, die Beladung an die Arbeitsweise der Feuerwehr Heide-Stadt anzupassen. Bis zu vier Atemschutzgeräteträger können sich bereits während der Anfahrt vollständig für einen möglichen Innenangriff ausrüsten. Auch Wärmebildkameras stehen direkt in der Mannschaftskabine zur Verfügung. Die Ausrüstung für zwei Angriffstrupps ist so im Fahrzeug angeordnet, dass sie an der Einsatzstelle schnell zur Verfügung steht. Dazu gehören unter anderem vorbereitete Schlauchpakete sowie Kombinationen aus Halligan-Tool und Feuerwehraxt.
Neben der klassischen Brandbekämpfung ist das LF 20 auch für technische Hilfeleistungen ausgestattet. An Bord befinden sich beispielsweise ein akkubetriebenes Kombigerät aus Schere und Spreizer, umfangreiche Beleuchtungstechnik sowie eine dreiteilige Schiebleiter und eine vierteilige Steckleiter. Für größere Brandeinsätze stehen außerdem ein mobiler Wasserwerfer, eine Schaumpistole, verschiedene Kleinlöschgeräte und ein Schnellangriffsschlauch bereit. Auch das Thema Einsatzstellenhygiene wurde berücksichtigt: Materialien zur ersten Reinigung von Einsatzkräften und Ausrüstung gehören ebenfalls zur Beladung.
Das neue LF 20 in Zahlen
Der offizielle Funkrufname des Fahrzeugs lautet Florian Dithmarschen 10-46-01. Als Fahrgestell dient ein MAN TGM 13.320 BL mit 320 PS starkem Dieselmotor. Das zulässige Gesamtgewicht beträgt 16 Tonnen. Das Fahrzeug ist rund 8,60 Meter lang, 2,50 Meter breit und 3,30 Meter hoch. In der Gruppenkabine finden insgesamt neun Einsatzkräfte Platz. Der Löschwassertank fasst 2.400 Liter, zusätzlich werden 200 Liter Schaummittel mitgeführt. Die Anschaffungskosten liegen bei rund 575.000 Euro.
Mit dem neuen Fahrzeug verfügt die Freiwillige Feuerwehr Heide-Stadt weiter über zeitgemäße Technik und eine auf ihre Einsatzanforderungen zugeschnittene Ausstattung. Damit soll insbesondere bei Bränden und technischen Hilfeleistungen noch schneller und effizienter gearbeitet werden können.
Quelle: Freiwillige Feuerwehr Heide-Stadt