Eine 2000 Jahre alte Geschichte, gespickt mit Pop- und Rocksongs – das ist das Chorprojekt „Die Passion“. Nach dem Vorjahreserfolg startet ein insgesamt 22-köpfiges Team um Anne Petersen wieder durch. „Ein Chor aus wunderbar engagierten Männern und Frauen sowie acht Solisten und Solistinnen verbindet szenisches Schauspiel mit Klängen deutscher Popsongs“, beschreibt die Kirchenmusikerin für Jazz/Pop/Rock im Kirchenkreis Dithmarschen.
Was ist die Passion? Erzählt wird die Leidensgeschichte von Jesus aus heutiger Sicht und mit moderner Musik. Eine Geschichte, wie sie aktueller nicht sein könnte. Jesus begeistert die Menschen mit seinen Ideen und setzt sich nicht nur für Minderheiten ein, sondern lehnt auch die bestehenden Eliten ab. Dies führt dazu, dass er den religiösen und politischen Führern ein Dorn im Auge ist. Es geht um Mord und Verrat, aber auch um Liebe und Jesus, der bis heute die Welt nachhaltig verändert hat.
Das Chorprojekt soll eine Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart schlagen und dem Publikum ermöglichen, die Emotionen und Botschaften der Handlung auf einer neuen Ebene zu erleben. „Die Auswahl der Lieder ist sorgfältig getroffen, um die verschiedenen Stationen der Passionsgeschichte musikalisch zu untermalen“, sagt Anne Petersen. „Dabei haben wir uns bewusst für deutschsprachige Künstler entschieden“, ergänzt Ehemann Marek Petersen, der an seinem Cajon-Drumset sozusagen der Groove-Geber ist. „Dazu zählen beispielsweise Andreas Bourani, Herbert Grönemeyer, Kontra K und die Sportfreunde Stiller.“


Während die Chorsätze aus der Feder von Anne Petersen stammen, hat sich ein Drehbuch-Team daran gemacht, die Handlung in zeitgemäßer Sprache zu verfassen. „Lieder und Texte sollen die Leute wirklich abholen“, sagt Martina Haack, die im Stück den Judas spielt. „Schließlich soll das Projekt Inspiration für jeden einzelnen sein, Werte wie Empathie und Zusammenhalt im eigenen Leben zu verankern.“
„Die Kirche ist im Wandel“, fügt Anne Petersen hinzu. „Ich möchte nach meinen Möglichkeiten über die Popularmusik Begegnungen für Menschen schaffen, die in die Zeit passen. Ich glaube, das wurde mir in die Wiege gelegt, denn auch mein Vater ist ein Rock’n Roller.“
Seit Mai 2024 ist das Projektteam in der Vorbereitung. „Wir üben alle 14 Tage und fahren im März für ein Proben-Wochenende nach St. Peter-Ording“, erzählt Antje Hennings. „Aus zuvor fremden Leuten ist im Laufe der Zeit eine eingeschweißte Gruppe geworden. Es bringt riesig Spaß und die Vorfreude auf die drei Aufführungstermine steigt.“
März um 19 Uhr – St. Remigius-Kirche in Albersdorf
April um 19 Uhr – St.-Jürgen-Kirche in Heide
April um 19 Uhr – Pauluskirche in Brunsbüttel
Text: Andrea Hanssen – Fotos: Andrea Hanssen/privat