Heides Zusammenwirken von Gesellschaft, Politik und Verwaltung ist die Basis für eine funktionierende Kommune – und damit für eine funktionierende Demokratie. Bürgermeister Oliver Schmidt-Gutzat bewertet diesbezüglich den Status Quo in Heide positiv und sieht optimistisch in die Zukunft. In der Kreisstadt mangele es nicht an Projekten. Jedes Thema für sich sei eine Herausforderung und eine Chance zugleich. Als Bürgermeister habe er die Aufgabe, die Zukunft von Heide mitzugestalten und besonders in der heutigen Zeit, das Vertrauen in die kommunale Arbeit zu stärken.
„Hier bei uns wohnen und leben die Bürgerinnen und Bürger“, so der Bürgermeister. „Hier arbeiten sie, benötigen Kita-Plätze, gehen zur Schule, zur Fachhochschule oder machen eine Ausbildung. Hier engagieren sich Menschen ehrenamtlich in Vereinen, bei der Freiwilligen Feuerwehr, dem THW oder in Wohlfahrtsverbänden. Bei uns leben die Gewerbetreibenden und Unternehmer, werden Wahlen vorbereitet und durchgeführt.“
Ein Herzensthema für ihn sei, dass Heide als Bildungsstandort sehr gut dastehe, so Schmidt-Gutzat. Um eine familienfreundliche Stadt zu sein und den Kindern eine anständige Zukunft zu bieten, brauche es ein vielfältiges und innovatives Schulangebot. Für den Neubau des Schulzentrums Heide-Ost nehme die Stadt eine Investitionssumme von mehr als 100 Millionen Euro in die Hand. Nach Abschluss des Bauprojektes würden insgesamt 1.500 Plätze – und damit 300
Plätze mehr als bisher – für Schülerinnen und Schüler entstehen. „Investiert wird auch in die weiteren Heider Schulen“, sagt Christoph Hecht, zuständig für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. „Ein Großteil der gesamten Haushaltsmittel fließt in Schulprojekte. Dies zeigt, wie groß unser Fokus auf den Bildungsstandort Heide ist.“ Im Bereich der Kitas sei nahezu eine Vollversorgung erreicht. So gebe es in der 2025 neu eröffneten Kita Wirbelwind in Wesseln aktuell sogar noch frei Plätze.
Unser Stadt-Umland-Konzept beginnt und endet nicht mit Northvolt oder möglicherweise Lyten
Ein weiteres Kernthema sei, so Schmidt-Gutzat, wie es nach der Insolvenz der Batteriefabrik Northvolt mit dem geplanten Betriebs-Standort in der Region Heide weitergehe. Auch hier blickt der Bürgermeister positiv nach vorn. „Unser Stadt-Umland-Konzept beginnt und endet nicht mit Northvolt oder möglicherweise Lyten“, sagt er. „Das Thema hatte und hat bundesweit so viel Aufmerksamkeit, dass es diverse Anfragen von energieintensiven Betrieben wie etwa Datencenter gibt, die sich hier ansiedeln möchten.“ Nördlich der Raffinerie Heide plane die TenneT bis 2032 den Bau eines Umspannwerks mit riesigen Kapazitäten. Hier solle vier Gigawatt Windstrom von Offshore Parks der Nordsee ankommen. Außerdem Wind- und Solarstrom von der Westküstenleitung. Neben rund zehn Millionen Haushalten auch in anderen Bundesländern sollen auch energieintensive Industrien hier vor Ort mit grünem Strom versorgt werden. „Wir haben uns erfolgreich dafür eingesetzt, dass wir sozusagen eine grüne Steckdose an dem Multiterminal Hub bekommen“, so der Bürgermeister. „Die Northvoltfläche wird auf jeden Fall bespielt werden. Dies ist bundes- und landespolitisch so gewollt. Wir haben einen großen Standortvorteil. Wenn wir das jetzt nicht auf die Reihe bekommen, dann würden wir an unserem eigenen Erfolg scheitern. Das wird nicht passieren.“
2026 steht in Heide turnusgemäß nach acht Jahren die Wahl des Bürgermeisters an. Außer dem aktuellen Amtsinhaber Oliver Schmidt-Gutzat (SPD) hat bisher Marc Trester (CDU) als einziger weiterer Kandidat seinen Hut in den Ring geworfen. Als Wahltag wurde der 7. Juni festgelegt. Sollte eine Stichwahl erforderlich sein, wird diese drei Wochen später am 28. Juni erfolgen. Der offizielle Amtsantritt für den alten oder den neuen Bürgermeister wird am 1. Dezember 2026 sein.
Infos über die Kandidaten sind zu finden unter:
www.marctrester.de und www.oliver-schmidt-gutzat.de
Beitrag und Foto von Andrea Hanssen
