Was bleibt von uns, wenn wir in den Augen der Anderen nicht mehr vorkommen? Diese Frage stellt sich Jana Hassepaß aus Heide in ihrem Debütroman „Flucht aus der Stille“, der am 20.08.2026 im Ultraviolett Verlag erschien.
Der Roman nimmt seinen Ausgang in einer wahren Familiengeschichte und begleitet seine Figuren von den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg bis Anfang der 1970er Jahre. Im Mittelpunkt stehen Heinrich, seine Frau Klara und deren Kinder Max und Lene. Als Heinrich verhaftet wird und über Jahre verschwindet, muss die Familie lernen, ohne ihn weiterzuleben. Nach seiner Rückkehr ist das frühere Zuhause nicht mehr dasselbe: Nähe gelingt nicht mehr, vieles bleibt unausgesprochen, ein Verrat im eigenen Umfeld steht im Raum. Der Roman erzählt von Beziehungsdynamiken, inneren Konflikten, Hoffnungen, Liebe, Verlusten und der Frage, was geschieht, wenn Worte fehlen, wo sie am dringendsten gebraucht werden.
Die äußere Handlung steht dabei nicht im Mittelpunkt, die politischen Ereignisse dieser Zeit bilden lediglich die Kulisse. Der eigentliche Schwerpunkt liegt auf Beziehungen, Erinnerungen, Sprachlosigkeit und dem leisen Zerbrechen einer Familie über zwei Jahrzehnte hinweg. Damit berührt der Roman auch heute das sehr relevante Thema, wie unverarbeitete Erfahrungen, Schuld, Scham und Verlust innerhalb einer Familie weitergegeben werden, wenn niemand darüber spricht.
„Flucht aus der Stille“ basiert auf dem Leben des Großvaters der Autorin und verbindet persönliche Inspiration mit literarischer Fiktion. Ein leiser, nachdenklicher Roman, der sich die Frage stellt: Was wäre gewesen, wenn…?
Zwei Leben, zwei Tode, ein Schweigen, das eine ganze Familie zerreißt – ein bewegender Familienroman aus der deutschen Nachkriegszeit. Der Debütroman von Jana Hassepaß.
Über die Autorin
Jana Hassepaß lebt in Heide in Schleswig-Holstein. Sie schreibt über Menschen an Wendepunkten ihres Lebens. Im Mittelpunkt stehen innere Brüche und verborgene Erinnerungen. „Flucht aus der Stille“ ist ihr erster Roman. Verlag: Ultraviolett Verlag, Dresden, www.ultraviolett-verlag.de
