Viele Verbraucherinnen und Verbraucher greifen bewusst zu regionalen Lebensmitteln. Kurze Transportwege, Unterstützung heimischer Betriebe und frische Produkte sind für viele entscheidende Kaufargumente. Doch Vorsicht: „regional“ ist kein geschützter Begriff. Deshalb stammen Lebensmittel mit regional klingender Werbung nicht automatisch wirklich aus der Nähe.
Bezeichnungen wie „aus der Region“, „von hier“ oder Landschaftsbilder auf der Verpackung sagen oft wenig über die tatsächliche Herkunft der Lebensmittel aus. Teilweise werden nur einzelne Verarbeitungsschritte in der Region erledigt, während die Rohstoffe Importgüter sind, die nicht selten viele tausend Kilometer hinter sich gebracht haben. Selbst Ortsnamen oder regionale Symbole garantieren keine regionale Herkunft.
Eine eindeutige Orientierung bietet das sogenannte Regionalfenster. Dieses Siegel informiert transparent darüber, woher das Lebensmittel stammt, wo das Produkt verarbeitet wurde und wie hoch der Anteil regionaler Bestandteile ist.
Bei einigen Lebensmitteln, wie beispielsweise den meisten Obst- und Gemüsesorten, muss das Ursprungsland angegeben werden. Diese Angaben befinden sich meist auf einem Schild direkt neben der Ware, sowohl im Supermarkt als auch auf dem Wochenmarkt. Doch die Angabe des Landes allein entspricht nicht zwangsläufig dem Gedanken von Regionalität.
Wer wirklich regional, beispielsweise Produkte aus Schleswig-Holstein oder benachbarten Regionen, einkaufen möchte, sollte deshalb genau hinschauen – und im Supermarkt oder auf dem Marktplatz nachfragen. Hilfreich sind Fragen wie: Wo wurde das Produkt genau angebaut oder hergestellt? Stammt der wichtigste Bestandteil tatsächlich aus der Region?
Unser Tipp: Prüfen Sie Werbeaussagen kritisch und lassen Sie sich nicht allein von der Verpackung oder einem regional klingenden Namen in die Irre führen. Dann landet am Ende auch tatsächlich mehr Region auf dem Teller.
Der Begriff der Regionalität ist gerade bei Lebensmitteln besonders gefragt. Viele Hersteller haben eigene Siegel oder Labels. Wie verlässlich sind solche Siegel und Labels dann eigentlich noch? In unserem kostenfreien Online-Vortrag „Lebensmittel von ‚hier‘ – Die Tücken der Regionalkennzeichnung“ zeigen wir, worauf Sie achten sollten, wenn Ihnen Regionalität auf dem Teller wichtig ist. Einfach hier klicken!
