48 Spieler und sechs Mannschaften – einen guten Zuspruch verzeichneten der Heider SV mit seiner Initiative „Integration durch Sport“ und das Jugendzentrum im Rahmen eines Turniers, das auf dem Kunstrasen beim HSV stattfand.
Fußball genießt unter Kindern hohen Freizeitwert. Zumal in einer so sportbegeisterten Stadt wie Heide. „Wir spielen, weil wir Spaß haben wollen“, sagt Brian Struve, Teilnehmer der Veranstaltung. Der Zwölfjährige findet: „Beim Sport ist es egal, woher jemand kommt. Man lernt etwas. Es gibt Regeln und man soll fair bleiben und keinen verletzen.“
Die Betreuer der Teams und Mitarbeiter des Jugendzentrums wissen: Siege bringen voran und stärken das Selbstbewusstsein, aber bitte nur auf sportliche Weise. „Und wichtig ist immer der Respekt vor dem Gegner, egal wie er heißt und wie er aussieht. Denn nur wenn es ohne Stress abgeht, bringt Fußball richtig Bock“, meint Friedel Seehausen, jahrzehntelanger Jugendtrainer und mit dem Thema Integration bestens vertraut.

Die Jungen und Mädchen, neun bis zwölf Jahre alt, zumeist in einem Verein organisiert, andere auch nicht, gehören unterschiedlichen Nationalitäten an. „Unser Ziel ist es, die Kinder zu fördern und zu fordern. Sport tut gut und schafft Erfolgserlebnisse. Es geht aber auch darum, andere Werte herauszukehren. Fußball stärkt den Teamgeist. Als Einzelkämpfer kommt man nicht weit. Es geht nur über das Miteinander“, verdeutlicht Seehausen.
„Natürlich möchte jeder Erster werden“, sagt der Coach und in diesem Fall auch Turnierleiter. „Aber das soll eben nicht um jeden Preis geschehen. Wichtig ist, seinen Gegenüber zu achten und ihn nicht zu verletzen. Der faire Umgang ist ein hohes Gut in der sportlichen Jugendarbeit.“ Am Ende sind alle froh: Die Veranstaltung verläuft ohne Vorkommnisse und es erhält jeder einen Preis.
Beitrag und Foto von Ulrich Seehausen
